Kraniosakraltherapie

Diese Art der Osteopathie befaßt sich mit Blockaden, die entstehen, wenn Schädelstrukturen durch Traumata in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.
Die kraniosakrale Therapie wurde von Dr. W.Sutherland entwickelt. Er fand heraus, daß Schädelnähte durch Membrane beweglich miteinander verbunden sind. Die Bewegung wird durch den Fluß des Liquor, der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, einen, vom Atem- oder Herzrythmus unabhängigen Rhythmus erzeugt. Sutherland nannte diesen Rhythmus den primär respiratorischen Atemrythmus . Von dieser feinen, kaum wahrnehmbaren  Pumpbewegung werden Körperzellen rhythmisch trainiert und beeinflussen die Zellatmung und das Atemzentrum im Gehirn. Über extrazelluläre Flüssigkeiten werden diese Rhythmen auf den gesamten Körper übertragen. Das kraniosakrale System steht über Membranen und Muskelhäuten in enger Beziehung zum gesamten Bewegungsapparat, zum Nervensystem , zum endokrinen und zum Immunsystem.
Restriktionen innerhalb des kraniosakralen Systems werden meist durch Probleme bei der Geburt oder durch Verletzungen verursacht. Die Läsionen können beim Pferd zu Rückenproblemen, Beckenfehlstellungen und anderen Problemen des Bewegungs-
apparates führen.
Durch Palpation werden Störungen in der kraniosakralen Bewegung festgestellt. Die Behandlung ist sehr sanft und zielt auf die Auflösungen von Spannungen und Fehlstellungen des Schädels sowie der übrigen Körperstruktur mit sanfter und exakten Impulsen. Durch diese feinen Impulse wird eine Lösung von Fixationen fester Körperstrukturen ermöglicht, wie z.B. einer Schädelnaht, Muskelverspannungen aber auch Gelenkstrukturen.

Carola Ortlieb
Pferdewirtschaftsmeisterin/Pferdetherapeutin
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